loading

Accesskey Navigation

Content

Reihenhaus in Wabern/Köniz

Denkmalpflegepreis 2012

Die kantonale Denkmalpflege hat den sorgfältigen Innenumbau eines Reihenhauses in Wabern mit dem Denkmalpflegepreis 2012 ausgezeichnet. Sie würdigt damit das Engagement der Bauherrin, die das Gebäude aus den 1920-er Jahren auf seine ursprünglichen architektonischen Qualitäten zurückgeführt hat.

  • Die «Einfamilienhaus-Reihenhäuser» des Architekten Ernst Grindat am Sprengerweg in Wabern/Köniz wurden 1923/24 am Rand eines Patrizierguts erbaut (Foto: Elisabeth Schneeberger).
  • Der Ersatz der später eingebauten grossflächigen Sprossenfenster gibt den Wohnräumen Atmosphäre und Struktur (Foto: Alexander Gempeler, Bern).
  • Aus der winzigen Nasszelle wurde ein stilvolles Badezimmer mit Tageslicht und freistehender Wanne (Foto: Alexander Gempeler, Bern).
  • Das freigelegte Rundfenster gibt dem Entrée wieder mehr Tageslicht (Foto: Alexander Gempeler, Bern).

Mediendokumentation

Medienmitteilung

Die Bauherrin hat in Zusammenarbeit mit dem Architekten das Reihenhaus aus den 1920er-Jahren auf seine ursprünglichen architektonischen Qualitäten zurückgeführt und die frühere Innenraumstruktur teilweise wiederhergestellt. Die Eingriffe sind auf die heutigen Bedürfnisse abgestimmt, werden aber dem Haus gerecht. Was neu ist, fügt sich selbstbewusst und trotzdem harmonisch in das Bestehende ein. Nach der umsichtigen Planung und Ausführung bilden Aussen und Innen wieder eine Einheit.

Wiedergewonnene Innenraumqualität im Reihenhaus

Mit dem Innenumbau ihres Reihenhauses am Sprengerweg in Wabern hat sich die Preisträgerin Ursula Neher Dürig einen langgehegten Wunsch erfüllt: Sie hat dem Haus seine ursprünglichen architektonischen Qualitäten zurückgegeben und dabei ganz im Sinn der Denkmalpflege gehandelt. In den 1960-er Jahren war das Reiheneinfamilienhaus unvorteilhaft umgestaltet worden. Beim Umbau im Jahr 2010 kamen unter Teppichen und Holzverkleidungen überraschend schöne Oberflächen und Details zum Vorschein. Im Erdgeschoss wurde die ursprüngliche Raumstruktur wiederhergestellt. Das Wohn- und das Esszimmer sind durch eine Zwischenwand räumlich wieder klar gefasst. Die neuen Fenster mit Sprossengliederung geben den Innenräumen Atmosphäre und gliedern die Fassade. Auch die Halle und das zuvor eher düstere Entree haben ihre ursprüngliche Wirkung zurückgewonnen. Durch das freigelegte Rundfenster fällt wieder mehr Tageslicht ein.
Im Obergeschoss dient der ursprünglich als Wohnzimmer («Salon») vorgesehene Raum heute als Schlafzimmer und Ankleide. Die neu eingefügte Wand ist rückbaubar, ohne dass der Stuckfries oder der Parkettboden beschädigt werden. Um dem Schlafzimmer mehr Licht zu geben, wurde ein nachträglich zugemauertes Fenster wieder geöffnet. Umgestaltet wurde auch das Badezimmer. Aus der winzigen Nasszelle wurde ein Badezimmer mit Tageslicht und freistehender Wanne.
Der Innenumbau des Reiheneinfamilienhauses wurde von der Bauherrin und dem Architekten sorgfältig und weitsichtig geplant. Alle Eingriffe sind auf die heutigen Bedürfnisse abgestimmt. Sie werden aber auch dem ursprünglichen Charakter des Hauses gerecht.
Nach dem Umbau ist das Haus innen und aussen wieder in seine Zeile «eingereiht».